Schließt der Arbeitgeber den Arbeitsvertrag mit dem Arbeitnehmer nicht schriftlich oder innerhalb von 15 Tagen als Arbeitsbeginn keine schriftliche Bestätigung über den abgeschlossenen Vertrag ab, so gilt davon aus, dass er mit dem Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag zu einem unbestimmten Zeitraum abgeschlossen hat. (3) Ist eine Betriebsratswahl außerhalb der für die regulären Betriebsratswahlen vorgesehenen Frist abgehalten worden, so findet in der nächsten unmittelbar darauf folgenden Frist eine Neuwahl für die ordentlichen Betriebsratswahlen statt. Ist der Betriebsrat zu Beginn der für die regulären Wahlen festgesetzten Frist seit weniger als einem Jahr im Amt, so finden die neuen Betriebsratswahlen in der darauffolgenden regulären Wahlperiode statt. Die Bildung des Versöhnungsrates für das Kantonsgebiet, seine Zusammensetzung, seine Arbeitsweise und andere Fragen im Zusammenhang mit der Arbeit dieses Versöhnungsrates werden durch das Recht des Kantons geregelt. (2) Der Arbeitgeber übermittelt dem Betriebsrat rechtzeitig umfassende Informationen, damit er seine Aufgaben nach diesem Gesetz wahrnehmen kann; Diese Informationen beziehen sich auch auf die Beschäftigung von Personen, die keinen Arbeitsvertrag mit dem Arbeitgeber geschlossen haben, und umfassen insbesondere die Dauer und den Ort der Arbeitsaufgabe sowie die von diesen Personen zu erfüllenden Aufgaben. Der Betriebsrat erhält auf Antrag jederzeit Zugang zu allen Unterlagen, die er zur Erfüllung seiner Aufgaben verlangen kann; in diesem Zusammenhang ist der Betriebsausschuß oder ein nach Abschnitt 28 eingesetzter Ausschuß berechtigt, die Lohnsumme unter Derinstandung der Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer zu prüfen. Die erforderlichen Unterlagen umfassen auch die Verträge, auf denen die Beschäftigung der in Satz 1 genannten Personen beruht. Der Arbeitgeber stellt dem Betriebsrat sachkundiges Personal als Informanten zur Verfügung, wenn dies für die ordnungsgemäße Wahrnehmung seiner Aufgaben unter gebührender Berücksichtigung der Anregungen des Betriebsrats erforderlich ist, es sei denn, dies ist durch zwingende betriebliche Anforderungen ausgeschlossen. (2) Unterabschnitt 1 gilt mutatis mutandis für die Übertragung von Aufgaben für unabhängige Maßnahmen an Betriebsratsmitglieder in gemischten Ausschüssen, deren Mitglieder vom Betriebsrat und vom Arbeitgeber ernannt werden.

(3) Der Arbeitgeber unterrichtet den Betriebsrat über die Art und Weise, wie mit der Beschwerde umgegangen wird. Das Vorstehen geht von Abschnitt 84 Absatz 2 unberührt.